IPUNKT GOES BERTHA PAPPENHEIM. Infoveranstaltung zu Rassismus, Antisemitismus & Fundamentalismus Freitag, 04.11.2011

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IPUNKT GOES BERTHA PAPPENHEIM.
Infoveranstaltung zu Rassismus, Antisemitismus & Fundamentalismus:

„If worst comes to worst – Zur Funktion reaktionärer Ideologien in der Krise“ (von Inkatan e.V., Offenbach a.M.)

Freitag, 04. November 2011
Bertha Pappenheim Haus
Zeppelinstraße 10
63263 Neu-Isenburg

Ankündigungstext und weitere Infos hier!

Offener Brief zu Naziaktivitäten in Frankfurt


Wir unterstützen den offenen Brief bezüglich der vermehrten Naziaktivitäten in Frankfurt/M:

Neonazis in Frankfurt: Schmierereien, Übergriffe, schwarze Listen

Seit Monaten treibt eine Gruppe organisierter Neonazis der „Nationalen Sozialisten Rhein-Main“ in Frankfurt ihr Unwesen. Nachdem sie zunächst mit rechtradikalen Aufklebern in Seckbach und Bergen-Enkheim und Nazi-Schmierereien im Nordend auf sich aufmerksam machten, folgten bald die ersten Übergriffe in Bornheim: AntifaschistInnen wurden angegriffen, ein schwarzes Mädchen mit einem Messer bedroht.

Darüber hinaus versuchen die Neonazis immer wieder, vermeintliche AntifaschistInnen zu fotografieren. Offensichtlich mit System: Ein Mitglied der Nazitruppe, so geht aus einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 4. Oktober 2011 hervor, gab im Juli 2011 der Polizei gegenüber an, dass begonnen wurde, Listen mit Fotos, Namen und Adressen von vermeintlichen AntifaschistInnen anzulegen. Seit Juli weiß die Frankfurter Polizei davon und hat weder die Betroffenen noch die Öffentlichkeit informiert.

Werden Neonazis in Ruhe gelassen, nehmen ihre Angriffe zu. Damit sie ihre menschenverachtende Ideologie nicht weiter in die Tat umsetzen können, muss ihnen entgegen getreten werden. Das vielfach gehörte Argument gegen antifaschistische Gegenwehr, diese führe zu einer „Gewaltspirale“, ist falsch und wurde in der jüngsten Vergangenheit immer wieder widerlegt, zum Beispiel jüngst in Dresden.

Antifaschismus in notwendig und muss Neonazis am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in der Öffentlichkeit immer wieder aus der Deckung holen. Nur so können sich Menschen vor ihnen schützen, nur so können sie ihnen zeigen, dass sie mit ihnen nichts zu tun haben wollen; und nur so werden Neonazis in ihrem Handeln eingeschränkt. Die Geschichte zeigt: Wer Neonazis Rückzugsräume lässt, lässt ihnen Raum, ihre nächsten Gewalttaten zu planen. Hetze gegen GriechInnen in der BILD-Zeitung und der FDP, anti-muslimischer Rassismus bei Thilo Sarrazin und den Frankfurter „Freien Wählern“ – Neonazis fallen nicht vom Himmel. Ihre Ideologie der Ungleichheit wurzelt in der Mitte der Gesellschaft. Aktiver Antifaschismus richtet sich auch dagegen. Er ist nicht Teil einer imaginären „Gewaltspirale“, sondern die Bedingung dafür, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Ausrichtung, am demokratischen Meinungsbildungsprozess beteiligen können.

Wir, die UnterzeichnerInnen, fordern:

• Eine umfassende Information der Öffentlichkeit über die Nazi-Aktivitäten in Frankfurt!
• Keine Entpolitisierung rechtsradikaler Übergriffe – gegen die Gleichsetzung von Rechts und Links!
• Die antifaschistische Selbsthilfe organisieren!

Slutwalk Frankfurt


* Gleich wer ich bin und was ich trage: No means No.
* Gegen Sexismus und gewalttätige Normalzustände
* Für Selbstbestimmung über Körper, Sexualität & Lebensentwürfe

Nach der Empfehlung eines kanadischen Polizisten an Frauen*, sich nicht „wie Schlampen“ anzuziehen, um nicht Opfer sexualisierter Gewalt zu werden, schlossen sich zuerst in Toronto und später in vielen anderen Städten Menschen zu SlutWalks zusammen.

SlutWalks demonstrieren gegen “victim-blaming”, eine Argumentationsstrategie, die Betroffene von sexualisierter Gewalt für das ihnen angetane Unrecht verantwortlich machen möchte. SlutWalks richten sich gegen Heterosexismus, Vergewaltigungsmythen und -verharmlosungen.

Unabhängig von Geschlecht, Identität, Alter oder sonstigem Background sind alle dazu eingeladen, gegen Diskriminierung, Sexualisierung und Grenzüberschreitungen auf die Straße zu gehen und ihre Stimme für einen respektvollen Umgang der Menschen miteinander und für Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Gender, Sexualität und Begehren zu erheben!

Die Idee der Initiator_innen, den Protest als „SlutWalk“ zu bezeichnen (sinngemäß also „Schlampendemo“), ist als Form der Aneignung des Begriffs „Slut“, zu verstehen. Der negativ konnotierte Begriff der Schlampe wird u.a. durch Kleidung aufgegriffen und in neuem Kontext einer Demo für Selbstbestimmungrechte als Ausdruck anders angewendet. Indem „Slut“ zur positiven Eigenbezeichnung wird, wird der ursprünglichen Intention, nämlich der Beleidigung und Stigmatisierung von Menschen, mit den eigenen Mitteln ein Schnippchen geschlagen.

Auch Menschen, die sich nicht als Slut = Schlampe definieren, sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Es ist allen Teilnehmer_innen selbst überlassen, ob und wie sie sich zu diesem Anlass kleiden möchten.

Samstag, 13.08.2011, 15 Uhr „Kaisersack“/ gegenüber Hauptbahnhof Frankfurt/Main

Spielzeiten der Bands

Einlass ist ab 12:00 Uhr.

Die Reihenfolge und Spielzeiten der Bands:

12.30-13.00 Uhr | Sound Addict
13.15-13.45 Uhr | Reizstoff
14.00-14.45 Uhr | Straftat
15.00-15.45 Uhr | Hackepeters
16.00-16.45 Uhr | The Green River Burial
17.00-17.45 Uhr | Dolf
18.00-18.45 Uhr | Science Fiction Army
19.00-19.45 Uhr | The Four Hout Fellas
20.00-20.45 Uhr | The Rattlesnake Orchestra
21.00-22.00 Uhr | DiskoCrunch

Vielleicht verschiebt sich auch noch ein bisschen was nach hinten – wir warten noch auf die Zusage für die beantragte Verlängerung!

Plakate und Flyer sind da!

flyer