ipunkt http://ipunkt.blogsport.de Räume statt Träume! Tue, 25 Sep 2012 10:48:01 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Gedenkstättenfahrt ins Konzentrationslager Auschwitz & Infoveranstaltungen http://ipunkt.blogsport.de/2012/09/25/gedenkstaettenfahrt-ins-konzentrationslager-auschwitz-infoveranstaltungen/ http://ipunkt.blogsport.de/2012/09/25/gedenkstaettenfahrt-ins-konzentrationslager-auschwitz-infoveranstaltungen/#comments Tue, 25 Sep 2012 10:46:03 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2012/09/25/gedenkstaettenfahrt-ins-konzentrationslager-auschwitz-infoveranstaltungen/

Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz (24.11.2012 – 27.11.2012)

»Auschwitz« gilt gemeinhin als Sinnbild für die unvorstellbaren Verbrechen des nationalsozialistischen Terrors. Und in der Tat ist es wohl das »KZ Auschwitz-Birkenau« als das größte aller deutschen Vernichtungslager, das die perfide Brutalität dieses industriellen Massenmords am eindrucksvollsten charakterisiert. Dort wurden allein zwischen 1941 und 1945 über eine Million Menschen, die nicht in das rassistische und antisemitische Weltbild Nazi-Deutschlands passten, systematisch ermordet. Genau deshalb wollen wir uns mit Euch an diesem geschichtsträchtigen Ort mit seiner Vergangenheit genauer beschäftigen: Nur durch die gezielte Auseinandersetzung kann der Versuch unternommen werden, das schier Unbegreifliche begreifbarer zu machen; das Geschehene in die Gegenwart einzuordnen und daraus Konsequenzen und Lehren zu ziehen, sodass »Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts ähnliches geschehe« (Adorno).

Wir wollen deshalb mit allen Interessierten (Plätze begrenzt!) Ende November eine mehrtägige Gedenkstättenfahrt in das polnische Dorf Oswiecim durchführen, das unmittelbar an die beiden ehemaligen Konzentrationslager (KZ Auschwitz I & KZ Auschwitz-Birkenau II) angrenzt. Gemeinsam oder alleine werden wir die Gedenkstätte besuchen, zusammen eine Führung unternehmen und abends offene Fragen klären, das Erlebte reflektieren, unsere Eindrücke austauschen. Die Teilnahme ist kostenlos – für den Flug (ab Frankfurt-Hahn) und die Hotelunterbringung inklusive Frühstück wird gesorgt. Ihr müsst lediglich für Eure Verpflegung aufkommen und eine absichernde Vorauszahlung in Höhe von 50 Euro leisten, die Ihr allerdings bei Reiseantritt zurückbekommt.

Mit unserer Gedenkstättenfahrt wollen wir in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen, die ein Interesse daran haben, sich über den schulischen Lehrplan hinaus an diesem Exempel des Holocaust mit der Vergangenheit des Nationalsozialismus zu beschäftigen und die für eine antifaschistische und emanzipatorische Gesellschaft eintreten. Die Teilnahme älterer Interessenten ist prinzipiell auch möglich. Die Unterbringung erfolgt voraussichtlich in Doppel- oder Dreibettzimmern. Als Gepäck ist nur Handgepäck zulässig (42 × 32 x 25; 10 kg).

Zusätzlich werden wir im Rahmen der Gedenkstättenfahrt ein Vor- und ein Nachbereitungstreffen veranstalten. Dort können wir uns über unsere Erwartungen und Wünsche bzw. über unsere Eindrücke austauschen. Der Termin hierfür wird rechtzeitig bekannt gegeben. Außerdem wird für alle Teilnehmer_innen ein Reader zusammengestellt, der der Vorbereitung und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Thematik dienen soll. Für Anregungen, die die Fahrt betreffen, sind wir immer offen. Kontaktiert uns am Besten per Mail: ipunkt-info@t-online.de

Infos zur Anreise

Hinflug: Samstag, den 24.11.2012 (Abflug vormittags)
Rückflug: Dienstag, den 27.11.2012 (Abflug vormittags)

Geplantes Programm

Samstag: Anreise; Ankunft im Hotel; Erkundung von Oswiecim oder (freiwillig) Fahrt nach Krakau ins Schindler-Museum; abends Austausch von Erwartungen, Input-Referat und ggf. Film

Sonntag: Erste, individuelle Besichtigung des KZ (Stammlager); abends Reflexion und ggf. Film

Montag: Mehrstündige Führung mit Guide durch das Stammlager oder Birkenau (Reihenfolge soll von den Teilnehmer_innen in der Vorbereitung festgelegt werden); Zeit zur individuellen Einteilung; abends Reflexion und ggf. Film

Dienstag: Vorbereitung des Nachtreffens; Vorstellung von Publikationen; Abreise

Wenn Ihr euch verbindlich anmelden wollt, meldet euch unter ipunkt-info@t-online.de

Darüber hinaus werden mehrere Veranstaltungen im Vorfeld stattfinden, die der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Thematik dienen sollen:

Donnerstag, 25.10.2012: Vortrag über die Auschwitz-Prozesse, Beginn 19:00 Uhr, Bertha-Pappenheim-Haus, Zeppelinstraße 10, 63263 Neu-Isenburg

Freitag, 09.11.2012: Gedenkspaziergang in Neu-Isenburg am Jahrestag der Novemberpogrome von 1938. An verschiedenen lokalen Schauplätzen des Nationalsozialismus soll unter anderem an die antisemitischen Ausschreitungen erinnert werden. Beginn: 17:00 Uhr, Vorbereitung und Info ab 14:00 Uhr. Treffpunkt wird noch bekanntgegeben.

Donnerstag, 15.11.2012: Vorbereitungstreffen für die TeilnehmerInnen der Gedenkstättenfahrt, Beginn 19:00 Uhr, Bertha-Pappenheim-Haus, Zeppelinstraße 10, 63263 Neu-Isenburg

Alle drei Veranstaltungen werden gefördert durch:

toleranzfördern

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IPUNKT GOES BERTHA PAPPENHEIM. Infoveranstaltung zu Rassismus, Antisemitismus & Fundamentalismus Freitag, 04.11.2011 http://ipunkt.blogsport.de/2011/10/06/ipunkt-goes-bertha-pappenheim-infoveranstaltung-zu-rassismus-antisemitismus-fundamentalismus-freitag-04-11-2011/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/10/06/ipunkt-goes-bertha-pappenheim-infoveranstaltung-zu-rassismus-antisemitismus-fundamentalismus-freitag-04-11-2011/#comments Thu, 06 Oct 2011 19:29:25 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/10/06/ipunkt-goes-bertha-pappenheim-infoveranstaltung-zu-rassismus-antisemitismus-fundamentalismus-freitag-04-11-2011/ bertha

IPUNKT GOES BERTHA PAPPENHEIM.
Infoveranstaltung zu Rassismus, Antisemitismus & Fundamentalismus:

„If worst comes to worst – Zur Funktion reaktionärer Ideologien in der Krise“ (von Inkatan e.V., Offenbach a.M.)

Freitag, 04. November 2011
Bertha Pappenheim Haus
Zeppelinstraße 10
63263 Neu-Isenburg

Ankündigungstext und weitere Infos hier!

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Offener Brief zu Naziaktivitäten in Frankfurt http://ipunkt.blogsport.de/2011/10/06/offener-brief-zu-naziaktivitaeten-in-frankfurt/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/10/06/offener-brief-zu-naziaktivitaeten-in-frankfurt/#comments Thu, 06 Oct 2011 19:21:26 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/10/06/offener-brief-zu-naziaktivitaeten-in-frankfurt/
Wir unterstützen den offenen Brief bezüglich der vermehrten Naziaktivitäten in Frankfurt/M:

Neonazis in Frankfurt: Schmierereien, Übergriffe, schwarze Listen

Seit Monaten treibt eine Gruppe organisierter Neonazis der „Nationalen Sozialisten Rhein-Main“ in Frankfurt ihr Unwesen. Nachdem sie zunächst mit rechtradikalen Aufklebern in Seckbach und Bergen-Enkheim und Nazi-Schmierereien im Nordend auf sich aufmerksam machten, folgten bald die ersten Übergriffe in Bornheim: AntifaschistInnen wurden angegriffen, ein schwarzes Mädchen mit einem Messer bedroht.

Darüber hinaus versuchen die Neonazis immer wieder, vermeintliche AntifaschistInnen zu fotografieren. Offensichtlich mit System: Ein Mitglied der Nazitruppe, so geht aus einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 4. Oktober 2011 hervor, gab im Juli 2011 der Polizei gegenüber an, dass begonnen wurde, Listen mit Fotos, Namen und Adressen von vermeintlichen AntifaschistInnen anzulegen. Seit Juli weiß die Frankfurter Polizei davon und hat weder die Betroffenen noch die Öffentlichkeit informiert.

Werden Neonazis in Ruhe gelassen, nehmen ihre Angriffe zu. Damit sie ihre menschenverachtende Ideologie nicht weiter in die Tat umsetzen können, muss ihnen entgegen getreten werden. Das vielfach gehörte Argument gegen antifaschistische Gegenwehr, diese führe zu einer „Gewaltspirale“, ist falsch und wurde in der jüngsten Vergangenheit immer wieder widerlegt, zum Beispiel jüngst in Dresden.

Antifaschismus in notwendig und muss Neonazis am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in der Öffentlichkeit immer wieder aus der Deckung holen. Nur so können sich Menschen vor ihnen schützen, nur so können sie ihnen zeigen, dass sie mit ihnen nichts zu tun haben wollen; und nur so werden Neonazis in ihrem Handeln eingeschränkt. Die Geschichte zeigt: Wer Neonazis Rückzugsräume lässt, lässt ihnen Raum, ihre nächsten Gewalttaten zu planen. Hetze gegen GriechInnen in der BILD-Zeitung und der FDP, anti-muslimischer Rassismus bei Thilo Sarrazin und den Frankfurter „Freien Wählern“ – Neonazis fallen nicht vom Himmel. Ihre Ideologie der Ungleichheit wurzelt in der Mitte der Gesellschaft. Aktiver Antifaschismus richtet sich auch dagegen. Er ist nicht Teil einer imaginären „Gewaltspirale“, sondern die Bedingung dafür, dass sich alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Ausrichtung, am demokratischen Meinungsbildungsprozess beteiligen können.

Wir, die UnterzeichnerInnen, fordern:

• Eine umfassende Information der Öffentlichkeit über die Nazi-Aktivitäten in Frankfurt!
• Keine Entpolitisierung rechtsradikaler Übergriffe – gegen die Gleichsetzung von Rechts und Links!
• Die antifaschistische Selbsthilfe organisieren!

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Slutwalk Frankfurt http://ipunkt.blogsport.de/2011/08/12/slutwalk-frankfurt/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/08/12/slutwalk-frankfurt/#comments Fri, 12 Aug 2011 21:22:02 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/08/12/slutwalk-frankfurt/
* Gleich wer ich bin und was ich trage: No means No.
* Gegen Sexismus und gewalttätige Normalzustände
* Für Selbstbestimmung über Körper, Sexualität & Lebensentwürfe

Nach der Empfehlung eines kanadischen Polizisten an Frauen*, sich nicht „wie Schlampen“ anzuziehen, um nicht Opfer sexualisierter Gewalt zu werden, schlossen sich zuerst in Toronto und später in vielen anderen Städten Menschen zu SlutWalks zusammen.

SlutWalks demonstrieren gegen “victim-blaming”, eine Argumentationsstrategie, die Betroffene von sexualisierter Gewalt für das ihnen angetane Unrecht verantwortlich machen möchte. SlutWalks richten sich gegen Heterosexismus, Vergewaltigungsmythen und -verharmlosungen.

Unabhängig von Geschlecht, Identität, Alter oder sonstigem Background sind alle dazu eingeladen, gegen Diskriminierung, Sexualisierung und Grenzüberschreitungen auf die Straße zu gehen und ihre Stimme für einen respektvollen Umgang der Menschen miteinander und für Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Gender, Sexualität und Begehren zu erheben!

Die Idee der Initiator_innen, den Protest als „SlutWalk“ zu bezeichnen (sinngemäß also „Schlampendemo“), ist als Form der Aneignung des Begriffs „Slut“, zu verstehen. Der negativ konnotierte Begriff der Schlampe wird u.a. durch Kleidung aufgegriffen und in neuem Kontext einer Demo für Selbstbestimmungrechte als Ausdruck anders angewendet. Indem „Slut“ zur positiven Eigenbezeichnung wird, wird der ursprünglichen Intention, nämlich der Beleidigung und Stigmatisierung von Menschen, mit den eigenen Mitteln ein Schnippchen geschlagen.

Auch Menschen, die sich nicht als Slut = Schlampe definieren, sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Es ist allen Teilnehmer_innen selbst überlassen, ob und wie sie sich zu diesem Anlass kleiden möchten.

Samstag, 13.08.2011, 15 Uhr „Kaisersack“/ gegenüber Hauptbahnhof Frankfurt/Main

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Spielzeiten der Bands http://ipunkt.blogsport.de/2011/05/04/spielzeiten-der-bands/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/05/04/spielzeiten-der-bands/#comments Wed, 04 May 2011 14:01:18 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/05/04/spielzeiten-der-bands/ Einlass ist ab 12:00 Uhr.

Die Reihenfolge und Spielzeiten der Bands:

12.30-13.00 Uhr | Sound Addict
13.15-13.45 Uhr | Reizstoff
14.00-14.45 Uhr | Straftat
15.00-15.45 Uhr | Hackepeters
16.00-16.45 Uhr | The Green River Burial
17.00-17.45 Uhr | Dolf
18.00-18.45 Uhr | Science Fiction Army
19.00-19.45 Uhr | The Four Hout Fellas
20.00-20.45 Uhr | The Rattlesnake Orchestra
21.00-22.00 Uhr | DiskoCrunch

Vielleicht verschiebt sich auch noch ein bisschen was nach hinten – wir warten noch auf die Zusage für die beantragte Verlängerung!

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Plakate und Flyer sind da! http://ipunkt.blogsport.de/2011/05/04/plakate-und-flyer-sind-da/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/05/04/plakate-und-flyer-sind-da/#comments Wed, 04 May 2011 13:59:43 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/05/04/plakate-und-flyer-sind-da/ flyer

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Bandinfos zum ipunkt-Festival am 28.05.11 http://ipunkt.blogsport.de/2011/03/19/bandinfos-zum-ipunkt-festival-am-28-05-11/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/03/19/bandinfos-zum-ipunkt-festival-am-28-05-11/#comments Sat, 19 Mar 2011 10:46:01 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/03/19/bandinfos-zum-ipunkt-festival-am-28-05-11/ Hier gibts den ipunkt-Guide mit Infos zu den Bands auf dem diesjährigen Festival am 28.05.2011

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Ein Schiri auf Abruf – und ein Vater in Jordanien http://ipunkt.blogsport.de/2011/02/28/ein-schiri-auf-abruf-und-ein-vater-in-jordanien/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/02/28/ein-schiri-auf-abruf-und-ein-vater-in-jordanien/#comments Mon, 28 Feb 2011 16:37:14 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/02/28/ein-schiri-auf-abruf-und-ein-vater-in-jordanien/ Ein Schiri auf Abruf – und ein Vater in Jordanien
DULDUNG Seit 18 Jahren bin ich in Deutschland nur geduldet – und pfeife für den Deutschen Fußballbund. Damit mein Vater wieder einreisen darf, soll meine Familie über 10.000 Euro zahlen

VON HASSAN KHATEEB

Als Fußballschiedsrichter hat man es nicht gerade leicht auf Deutschlands Fußballplätzen. Jeder – egal ob auf dem Platz oder der Tribüne – weiß es eh besser als der Schiri. Jeder flucht und schimpft über ihn – doch er ist eine Institution, eine sehr deutsche, übrigens: Deutsche haben gerne recht. Doch ich bin vielleicht der einzige DFB-Schiedsrichter, dem auch noch die Ausländerbehörde Sorgen macht.

Im Juli 2006 um 5 Uhr in der Frühe stürmt eine 15-köpfige, schwerbewaffnete Greiftruppe der Polizei unsere Wohnung. Ich werde abgeführt, vernommen, fotografiert, muss meine Fingerabdrücke abgeben und werde einer Richterin vorgeführt. Bevor sie mich hereinbittet, sagt der Polizist zu mir: „In einer Woche bist du weg! Du wirst in deine Heimat abgeschoben.“ Heimat? Welche Heimat? Ich komme aus Palästina, aber hier, in Deutschland, stehe ich vor dem Abi, bin ich im Deutschleistungskurs, hier will ich Jura studieren, hier sind meine Freunde, hier bin ich Schiri, hier ist meine Heimat!

Student in Frankfurt

Heute, gut vier Jahre später, bin ich mit meiner Mutter und meinen sechs Geschwistern (immer) noch hier. Heute habe ich das Abi in der Tasche und studiere Jura an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Das haben wir einem Piloten zu verdanken, der sich weigerte, uns auszufliegen, weil zum Zeitpunkt der Abschiebung noch Verfahren anhängig waren.

50 Grad im Schatten

Doch mein Vater ist nicht mehr hier. Er lebt seit über 3 Jahre in Jordanien in einem Flüchtlingslager. Dort sind es im Sommer 50 Grad – im Schatten.

Dass wir nicht im Flüchtlingslager, sondern in unserer wahren Heimat leben, haben wir einer unglaublichen Solidaritätswelle zu verdanken. Der Uni-Präsident hat sich persönlich für unser Bleiberecht eingesetzt, Professoren haben Rechtsgutachten verfasst, in der Öffentlichkeit Stellung bezogen, Mitstudenten und Mitschüler haben demonstriert, Vereine, Kirchen und Politik haben sich engagiert. Auf Druck der Öffentlichkeit hat der hessische Innenminister persönlich uns vor zwei Monaten ein Bleiberecht erteilt. Doch ist nicht alles gut. Obwohl wir jetzt ein Aufenthaltsrecht haben, hat die Behörde uns wieder nur eine Duldung erteilt.

Wir haben nun die Wiedereinreise meines Vaters beantragt. Aber bevor er wieder einreisen darf, sollen wir über 10.000 Euro an die Behörden überweisen: die Kosten für die gegen richterlichen Beschluss erfolgte Abschiebung meines Vaters und für die fünf Polizisten, die ihn begleitet haben. Jeder Schiri würde da ein schweres Foul pfeifen.
Hassan Khateeb, 23, Jurastudent
Wer Familie Khateeb unterstützen will, damit sie ihren Vater nach über drei Jahren wiedersehen, kann das mit einer Spende tun: Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach e. V. (gemeinnütziger Verein, kann Spendenquittungen ausstellen). Konto-Nr. 4 263 421 Volksbank Dreieich eG (BLZ 505 922 00) Zweck: Familie Khateeb

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Liebig 14 bleibt!!! http://ipunkt.blogsport.de/2011/02/01/liebig-14-bleibt/ http://ipunkt.blogsport.de/2011/02/01/liebig-14-bleibt/#comments Tue, 01 Feb 2011 15:01:44 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2011/02/01/liebig-14-bleibt/ Unterstützungs-Aufruf für das von Räumung bedrohte Hausprojekt Liebig 14 in Berlin

„Vom Gerichtssaal auf die Straße“

Das autonome Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14 steht kurz vor der Räumung. Am 13.11.2009 fand der letzte Prozess gegen das Hausprojekt in der Liebigstraße 14 in Berlin statt. Wie vorauszusehen war, wurde der juristische Kampf um die bestehenden Mietverträge verloren. Jetzt gilt es einer drohenden Räumung auf anderen Ebenen etwas entgegenzusetzen!

Das Haus in der Liebigstraße 14 wurde 1990 nach Leerstand besetzt und erlangte 1992 Einzelmietverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain (WBF). Seit der Besetzung bietet das Projekt gemeinschaftlich verwalteten Wohnraum für Menschen verschiedenster Altersgruppen und Herkunft sowie Platz für kulturelle Veranstaltungen und politisch- emanzipatorische Arbeit. Im Jahr 1999 wurde das Haus an die LiLa GbR verkauft, bestehend aus den Gesellschaftern Suitbert Beulker und Edwin Thöne. Mit dem Eigentümerwechsel begann eine Reihe von aggressiven Maßnahmen gegen die Bewohner_innen und die kollektive Wohnform. Wie z.B. die Räumung der Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss 2007 und dem Abbau einer Zwischentür im Treppenhaus, welche von den Bewohner_innen notwendigerweise anstelle der einzelnen Wohnungstüren eingesetzt worden war. Diese musste letztendlich auch als Kündigungsgrund herhalten.

Die Liebig 14 positioniert sich gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Unterdrückung jeglicher Art und bietet kollektiven Wohnraum für politisch Interessierte und vom profitorientierten Wohnungsmarkt Ausgeschlossene. Die selbstorganisierte Hausgemeinschaft ermöglicht zudem ein solidarisches und selbstbewusstes Auftreten im Umgang mit „Hauseigentümern“ und drohender Verdrängung.
Die Verdrängung unkommerzieller Projekte ist eine der Folgen der umfassenden Aufwertung der Innenstadtgebiete (Gentrifizierung). Modernisierung von günstigem Wohnraum und die dadurch steigenden Mieten sind eine folge kapitalistischer Verwertungslogik. Dadurch findet vor allem eine Verdrängung einkommensschwacher Menschen statt.
Organisierte Hausgemeinschaften, wie sie in Hausprojekten existieren, ermöglichen von Gentrifizierung betroffenen Mieter_innen, sich gegen drohende Verdrängung effektiv zur Wehr zu setzen. Daher ist der Kampf für den Erhalt eines Autonomen Hausprojektes als exemplarisch für den Widerstand gegen Gentrifikation zu begreifen.

Gerade in letzter Zeit kam es in Berlin zu einem Schlag der staatlichen Repressionsorgane gegen Einzelpersonen sowie linksradikale Strukturen. Menschen wurden festgenommen, Hausprojekte gerazzt, keine 2 Wochen später wird das Wohnprojekt in der Brunnenstrasse 183 geräumt und kurz darauf ein Jugendlicher in einem Park von Zivilpolizisten angeschossen. Darauf gab es bereits viele Antworten, jedoch gilt es auch nach vorne zu blicken und sich auf kommende Ereignisse vorzubereiten um nicht weiter in die Defensive zu geraten. Eine Räumung der Liebig 14 kommt für uns nicht infrage. Zeigen wir gemeinsam, dass wir keinen Bock haben auf diesen Staat und seine Repression, dass wir keinen Bock haben auf Fremdbestimmung und dass wir keinen Bock haben auf kapitalistische Verwertungslogik. Wir wollen das wirklich schöne Leben – nicht übermorgen, nicht morgen, sondern jetzt!

„Wenn sie sich mit eine_r von uns anlegen, legen sie sich mit uns allen an.“

Die Liebig 14 ist in Berlin Teil einer Struktur linksradikaler Freiräume, in denen versucht wird, die Einflüsse gesellschaftlicher Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen wie z.B. Rassismus, Sexismus, Homophobie möglichst gering zu halten. Doch geht es nicht darum, sich in der eigenen schönen Welt auszuruhen, sondern um den Anspruch, mit den Ideen eines Lebens ohne Kapitalismus, Hierarchien und Unterdrückung in die Gesellschaft zu intervenieren. In Angesicht dessen wäre der Verlust eines Raumes, in dem dies praktisch
erprobt und für einige Menschen erfahrbar gemacht wird nicht hinzunehmen. Das Vorgehen
gegen eines unserer Kultur- und Wohnprojekte ist mit ein Angriff auf alle, die dieses und
ähnliche Projekte nutzen aber auch auf alle, die mit den Ideen und Ansprüchen des
Projektes die Gesellschaft erreichen wollen.
Darum seid Solidarisch und unterstützt den Kampf um den Erhalt der Liebig 14.

Kapitalistischen Normalbetrieb stilllegen!
Wir bleiben alle!

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Leerstand der Kultur http://ipunkt.blogsport.de/2010/11/19/leerstand-der-kultur-2/ http://ipunkt.blogsport.de/2010/11/19/leerstand-der-kultur-2/#comments Fri, 19 Nov 2010 10:14:55 +0000 Administrator Allgemein http://ipunkt.blogsport.de/2010/11/19/leerstand-der-kultur-2/ Im sozialen und kulturellen Angebot von Neu Isenburg klafft seit vielen Jahren eine Lücke. Weder gibt es ausreichend offene Jugendarbeit, noch Raum für unkommerzielle Kultur. Der Kulturbetrieb beschränkt sich auf repräsentative Projekte, die ihren Raum in der Hugenottenhalle haben ,oder sich bei Events wie dem Open Doors ausdrücken. Der Rest findet in privatisierten Etablissements statt,die ihren Kulturbetrieb hauptsächlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gestalten.
Der ehemalige Kunstbahnhof als offenes Projekt von Kreativen, umfunktioniert in ein millionenschweres, leerstehendes Spekulationsobjekt, dessen Sinnlosigkeit sich zuletzt noch beim diesjährigen Open Doors feststellen lassen konnte. Die geplante Veranstaltung mit drei Bands fand spontan nicht statt, wegen einer nicht installierten Klimaanlage. Der Programmkalender des hochgelobten Prestigeobjektes endet am 20.1.2010
Das Jucafe ist leider in seiner Konzeption für den Alltag der Jugendlichen nicht mitgewachsen. Geöffnet ist dort nur unter der Woche und ein offener Treff nur bis 18.00 Uhr möglich.
In Zeiten von G8 und Ganztagsschule ist dieser zeitliche Rahmen reiner Zynismus.
Das heiß diskutierte Streetworker-Projekt ist in seinem Bestehen sicherlich sinnvoll, jedoch nicht als offene Jugend- oder gar Kulturarbeit, sondern als Jugendsozialarbeit die sich mit „Problemgruppen“ befasst.
Ein offenes Angebot fehlt in jeder Hinsicht komplett.
Dabei sind gerade solche Konzepte notwendig für die Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen. Jugendarbeit heißt nicht nur Prävention oder das „Abpflegen“ von auffällig Gewordenen, sondern Förderung zur Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, der Gemeinschaftsfähigkeit, sowie Hinführung zu sozialem Engagement und Courage.
Auch die offenen Kulturangebote sehen in Neu Isenburg reichlich trübe aus, wenn man mal von den zahlreichen Vereinsfeierlichkeiten mit den immer wiederkehrenden gleichen Wurstbuden absieht.
Alternative-, Sozialkritische- oder gar Subkultur findet sich nicht. Wenn sich doch mal eine Ausnahme einschleicht, wie im September die Veranstaltung mit Günter Walraff in der Hugenottenhalle, muss man dafür satte 13,50 Euro hinblättern. Welch altes und leidiges Thema, dass Bildung und Kultur eben nicht für alle da ist. Ohne diese Diskrepanzen an dieser Stelle genauer zu thematisieren, machen wir den Gegenvorschlag:
Wir wünschen uns ein offenes und selbstverwaltetes Kulturzentrum, in dem Raum zur Entwicklung möglich ist.
Darin möchten wir Konzerte, Theater, Kino, Kunst und politische Bildung für Jedermann anbieten, genauso wie einen Ort zur freien Entfaltung der Persönlichkeit.
Wir wünschen uns einen Ort mit großem Veranstaltungsraum, Proberäumen und Ateliers, sowie weiteren Räumen, die mit Ideen gefüllt werden können. Außerdem eine öffentliche Wand zum legalen Sprayen um der Kriminalisierung dieser zeitgenössischen Kunstform entgegen zu wirken. Wir setzen uns für die Förderung einer offenen Jugend- und Kulturarbeit ein, die an unserer eigenen Lebenswelt und Alltagssituation anknüpft und Freizeit kreativ und konstruktiv gestaltet. Wir möchten Menschen ansprechen, die unabhängig von Geschlecht, sexueller Neigung, nationaler- und sozialer Herkunft oder Einkommen einen kollektiv gestalteten Ort suchen, der weitgehend frei ist von gesellschaftlichen Ausgrenzungsmechanismen.
In den bisherigen Gesprächen mit der Stadt konnten noch keine sinnvollen Lösungen erarbeitet werden. Wir schlagen vor die Mensa im alten Betriebshofgelände in der Hugenottenallee 169 für unser Projekt zu nutzen, da dieser Raum die Möglichkeit zur Umsetzung unserer Vorstellungen bietet. Wir fordern von der Stadt ein ernstzunehmendes Angebot für diese Räumlichkeit.
Wir fordern Freiräume, die eine Alternative zu Profit und Konsum darstellen, eine Möglichkeit zur Selbstorganisation ohne Hierarchien bieten und sich dem Ausverkauf von Kultur und Individualität, dem Dogma der kapitalistischen Verwertung entgegensetzen.
Räume statt Träume!
Für ein selbstverwaltetes KUZ in Neu Isenburg!

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